Kurze Geschichte des Klosters Montenau

Das Kloster Montenau befindet sich in einem alten Landsitz, den der Antwerpener Kaufmann Grisar nur wenige Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs (1914 – 1918) in unmittelbarer Nähe zum Wolfsbusch (Montenau) erbauen ließ. 1928 erwarben dann die Steyler Missionare diesen Landsitz und gründeten das Kloster „St. Raphael“.

Das Montenauer Kloster, das den Steylern zunächst als Erholungsheim für Patres und Brüder zur Verfügung stand, wurde Ende der 1930er Jahre ausgebaut. Dieser geräumige Anbau diente während des Zweiten Weltkriegs (1940 – 1945) als deutsches Wehrmachtslazarett. Im Winter 1944/45 (Ardennenoffensive) standen hier insgesamt 10 Operationstische.

Von 1945 bis 1951 befand sich die Bischöflische Schule St. Vith im Anbau des Klosters. Dies aus zwei Gründen: Zum einen war in der Büchelstadt an eine Wiederaufnahme des Unterrichts nicht mehr zu denken, da die BS St. Vith im Bombenhagel der Ardennenoffensive zur Ruine geworden war. Zum anderen stand das weitgehend unbeschädigte Kloster in Montenau leer. Im Rahmen einer Sprach- und Handelsabteilung wurden hier ausschließlich Jungen auf das Abitur vorbereitet. Seit dem Weggang der BS (1951) steht das Haus den Vereinen, Schulen, und Privatpersonen aus dem Dreiländereck als Ort für Kurse, Studientage und Exerzitien offen. Im Altbau, d.h. in der Villa „Grisar“, befindet sich eine Gebetsgemeinschaft.